Lernende
Den eigenen Lernstand: Lernprofil, Prüfungsreife, Zeitbedarf, Durchsicht der eigenen Läufe. Niemals die Ergebnisse anderer.
Auswertung & Unterstützung
Jede Antwort ist ein kleiner Beleg. peritio fügt die Belege zu Rückmeldungen zusammen: für Lernende als Rat vor der Prüfung, für Lehrkräfte als Hinweis auf das nächste Gespräch, für Kursautoren als Befund über die Aufgaben. Jede Aussage nennt ihren Grund und schweigt, wenn die Daten nicht reichen.
Für Lernende
Im Training darf alles helfen, was beim Lernen hilft. In der Lernkontrolle fällt jede Hilfe weg — damit ein Ergebnis für alle dasselbe bedeutet.
| Hilfe | Training | Lernkontrolle |
|---|---|---|
| Hinführung zur Aufgabe (1–2 Sätze Kontext) | ja | nein |
| 50/50-Joker (blendet zwei falsche Antworten aus) | einmal je Frage | nein |
| Wortvorrat beim Lückentext, mit falschen Wörtern gemischt | auf Wunsch | nein |
| Lösung direkt nach einer falschen Antwort | ja | nein |
| Reihenfolge der Aufgaben | vom Leichten zum Schweren | zufällig, gleiche Mischung für alle |
| Uhr | keine (Standard) | 2 Minuten je Aufgabe |
| Einfache Sprache | umschaltbar | umschaltbar |
Holt die Aufgaben nach vorn, die bisher nicht saßen — und mischt andere dazu, damit ein Durchgang nicht nur aus Misserfolgen besteht. Der Knopf erscheint nur, wenn es solche Aufgaben gibt.
„Deine Antwort — richtig wäre“ für jede Aufgabe. Was in den letzten fünf Läufen mehrfach danebenging, steht gesammelt unter „Das sitzt noch nicht“.
Die Empfehlung zur Lernkontrolle kommt nach drei Läufen in Folge über der Bestehensgrenze. Ein schwächerer Lauf setzt die Zählung zurück.
Je Thema ein Balken bis zur Zielstufe. Was noch nicht geprüft ist, bleibt blass — „noch nicht geprüft“ ist etwas anderes als „nicht gekonnt“.
Vor der Lernkontrolle schätzt die Plattform, ob die Übungsdaten für einen Versuch sprechen. Sie sperrt nie. Einbezogen werden die Trefferquote je Thema (gewichtet nach seinem Anteil am Stoff), Belege aus anderen Kursen zum selben Thema, wie viel vom Aufgabenvorrat schon gesehen wurde und wie alt die Belege sind.
Aus dem Training misst die Plattform, wie lange jemand typischerweise für eine Aufgabe braucht (Median, ab 10 brauchbaren Messwerten). Das Ergebnis heißt „reicht“, „knapp“ oder „zu eng“. Bei „zu eng“ steht dort: „Das ist nicht deine Schuld und kein Wissensproblem: Für genau diesen Fall gibt es den Nachteilsausgleich — mehr Zeit bei gleichen Anforderungen.“
Anteil der Prüfungszeit je Aufgabe, gemessen am eigenen Training.
Kurse können eine zweite Fassung jeder Aufgabe führen: kurze Sätze, ein Gedanke je Satz. Lernende schalten selbst um, zwischen zwei Durchgängen jederzeit. Es bleibt dieselbe Aufgabe mit derselben Wertung — einfacher, nicht leichter.
Eine Lage entwickelt sich je nach Entscheidung weiter und endet gut, knapp oder schlecht. Ohne Note — damit auch der bequeme Weg ausprobiert werden darf.
Nach jedem bestandenen Seminar: „Seminar 3 von 8 geschafft“. Sind alle bestanden, gibt es das Zertifikat mit Umfang, Inhalten und einer Kennung, die sich öffentlich prüfen lässt.
Für Lehrkräfte und Kursleitung
Die Verwaltung übersetzt Zahlen in Handlungen: Wen sollte ich ansprechen? Braucht die ganze Klasse eine Wiederholung oder eine einzelne Person ein Gespräch?
Zwei Raster je Kurs: Personen mal Seminare (bestanden, versucht, nur trainiert, noch nichts) und Personen mal Themen. Die Fußzeile zeigt je Thema, ob eine Lücke die ganze Klasse betrifft oder nur Einzelne.
| Person | Netzwerke | Hardware | Sicherheit | Office |
|---|---|---|---|---|
| Person A | trägt | im Aufbau | Lücke | trägt |
| Person B | trägt | trägt | Lücke | ? |
| Person C | Lücke | trägt | Lücke | trägt |
| Person D | trägt | im Aufbau | im Aufbau | trägt |
| Klasse | ◐ Einzelne | ~ gemischt | ! flächig | ✓ trägt |
Die Entwicklung vom ersten zum jüngsten Versuch, gemessen am Median des Trainings statt am besten Lauf. Keine Gesamtnote, kein Vergleich mit anderen. Fehlende Daten erscheinen als fehlend, nicht als Null.
Thema mal Taxonomiestufe (kennen bis beurteilen). So trennt die Diagnose eine Inhaltslücke — der Stoff fehlt — von einer Tiefenlücke: Wissen ist da, Anwenden gelingt nicht.
Je Kurs Mitte und Spanne der Gruppe, wie viele fertig sind und wie viele noch nicht angefangen haben. Gezählt werden nur laufende Mitglieder und zugewiesene Kurse.
Wer drei Trainingsläufe über der Grenze hat und die Lernkontrolle noch nicht versucht, fällt auf — oft fehlt nur ein Anstoß.
Jeder Hinweis hat drei Teile: was zu tun ist, wie, und warum — mit den Zahlen dahinter. Einige Beispiele:
| Auslöser | Empfehlung |
|---|---|
| 21 Tage ohne Versuch | Kontakt aufnehmen |
| Training gut, Lernkontrolle deutlich schlechter | Prüfungssituation besprechen |
| Zwei Lernkontrollen ohne Bestehen | Gespräch vor dem nächsten Versuch |
| Ein Thema mit mindestens 40 % Fehlern (ab 5 Antworten) | Schwerpunkt-Thema üben |
| Mindestens 5 falsche Antworten in unter 8 Sekunden | Tempo verabreden — hier wird geraten |
| Rückgang um 15 Punkte | Rückgang ansprechen |
| Drei abgebrochene Trainings | Kürzere Einheiten vereinbaren |
| Inhaltslücke / Tiefenlücke | Grundlagen neu erklären / Anwenden üben |
| Deutlicher Fortschritt | Fortschritt konkret anerkennen |
Für Kursautoren
Wenn viele an derselben Aufgabe scheitern, liegt es oft an der Aufgabe. Die Plattform wertet deshalb nicht nur Lernende aus, sondern auch die Kurse — und sagt ausdrücklich: Ein Befund über den Kurs ist nie einer über die Lernenden.
Grundlage ist die erste Antwort jeder Person — spätere sind durch Üben geschönt.
Ab 20 Antworten bekommt jede Aufgabe eine Stufe von 1 bis 10 — mit herausgerechneter Ratewahrscheinlichkeit. Daraus mischt die Lernkontrolle für alle gleich: etwa 30 % leicht, 20 % schwer, der Rest mittel. Von Hand gesetzte Stufen bleiben.
Gelten sofort, ohne Nutzungsdaten:
Ab drei Personen:
Leitlinien
Keine Sortierung nach Leistung, kein Vergleich zwischen Personen, keine Gesamtnote, keine Prognose über Menschen.
Ein einzelner guter Lauf ist ein Ausreißer. Gezeigt werden Mitte, Spanne und Verlauf.
Jede Aussage hat eine Mindestmenge an Daten — sonst heißt es „zu wenig Signal“. Eine falsch behauptete Lücke kostet mehr Vertrauen, als eine erkannte einbringt.
Aussagen über Gruppen gibt es erst ab drei Personen, damit sich niemand Einzelnes herauslesen lässt.
Prüfungsreife und Zeitbedarf beraten nur. Gesperrt wird ausschließlich durch Voraussetzungen — ein vorheriges Seminar oder eine verbindliche Einführung.
Die Lernkontrolle passt sich nicht an die Person an. Alle bekommen dieselbe Mischung der Schwierigkeit — sonst wären Ergebnisse nicht vergleichbar.
Auswertungen sind an Rollen gebunden. Niemand sieht Ergebnisse von Personen außerhalb seines Bereichs — auch nicht über einen direkten Link.
Den eigenen Lernstand: Lernprofil, Prüfungsreife, Zeitbedarf, Durchsicht der eigenen Läufe. Niemals die Ergebnisse anderer.
Lernstand, Klassenstand und Diagnose der eigenen Klassen im eigenen Fachbereich. Die Diagnose immer für eine Klasse, damit keine fremden Personen mitzählen. Aufgabenstatistik ohne Namen.
Alle Auswertungen der Plattform, einschließlich der kursübergreifenden Qualitätsbefunde.
Unabhängig von der Rolle gilt: Gruppenaussagen erst ab drei Personen. Alle Rollen und Rechte im Detail
Ausgewertet wird, was sich an beantworteten Aufgaben zeigt. Kreativität, Reflexion, Zusammenarbeit und Projektarbeit gehören in Beobachtung und Gespräch. Freie Beurteilungstexte über Personen gibt es auf der Plattform bewusst nicht.